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SEO

Technisches Website-Audit: So finden Sie Ihre SEO-Schwachstellen selbst

22. Januar 2025
10 Min. Lesezeit
vonAndré Szittnick

Ein technisches Website-Audit zeigt, wo Google Probleme auf Ihrer Website sieht. Mit kostenlosen Tools können Sie viele Fehler selbst aufdecken und beheben.

Stellen Sie sich Ihre Website wie ein Haus vor: Das Design ist die Fassade, der Content sind die Möbel – aber das Fundament ist die Technik. Wenn das Fundament marode ist, nützt die schönste Einrichtung nichts. Ein technisches SEO-Audit deckt auf, was unter der Oberfläche kaputtgeht. ## Was ist ein technisches Website-Audit? Ein technisches SEO-Audit ist eine systematische Analyse der technischen Aspekte Ihrer Website: Ladezeiten, Indexierbarkeit, strukturierte Daten, mobile Optimierung, Sicherheit und mehr. Ziel ist es, Probleme zu finden, die Google daran hindern, Ihre Website optimal zu verstehen und zu bewerten. ## Die wichtigsten Bereiche im Überblick ### 1. Google Search Console einrichten und auswerten Die Google Search Console ist das wichtigste kostenlose Tool für jeden Website-Betreiber – und völlig kostenlos. Hier sehen Sie: - **Indexabdeckung:** Welche Seiten hat Google indexiert? Welche wurden ausgeschlossen? Warum? - **Core Web Vitals:** Wie bewertet Google die Ladegeschwindigkeit und Nutzererfahrung Ihrer Seiten? - **Mobile Usability:** Gibt es Probleme auf Smartphones? - **Sicherheitsprobleme:** Wurde Ihre Website gehackt oder enthält sie schädliche Inhalte? - **Performance-Daten:** Für welche Keywords erscheinen Sie? Klickrate und Position? **Einrichtung:** Gehen Sie auf search.google.com/search-console. Verifizieren Sie Ihre Website (HTML-Tag in den Seitencode einfügen oder DNS-Eintrag). Danach dauert es einige Tage, bis Daten sichtbar sind. ### 2. Ladegeschwindigkeit messen **Google PageSpeed Insights** (pagespeed.web.dev) analysiert Ihre Website kostenlos und gibt konkrete Verbesserungsvorschläge. Zielwerte: - Largest Contentful Paint (LCP): unter 2,5 Sekunden - Total Blocking Time (TBT): unter 200 ms - Cumulative Layout Shift (CLS): unter 0,1 Häufige Ursachen für schlechte Ladezeiten: unkomprimierte Bilder, zu viele externe Scripts, kein Caching, langsames Hosting. ### 3. Mobile Optimierung prüfen Googles Mobile-Friendly Test (search.google.com/test/mobile-friendly) analysiert Ihre Website auf Smartphone-Tauglichkeit. Zusätzlich: Schauen Sie sich Ihre Website selbst auf verschiedenen Smartphones an. Sind alle Texte lesbar? Sind Buttons groß genug? Funktionieren Formulare? ### 4. HTTPS und Sicherheit prüfen Ist Ihre Website mit HTTPS gesichert? Das erkennen Sie am Schloss-Symbol in der Browser-Adressleiste. Ohne HTTPS bewertet Google Ihre Seite schlechter – und Besucher sehen eine Warnung. SSL-Zertifikate sind heute oft kostenlos (Let's Encrypt). ### 5. Broken Links und 404-Fehler finden Kaputte Links (Links, die auf nicht mehr existierende Seiten führen) sind schlecht für Google und für Nutzer. Die Google Search Console zeigt 404-Fehler an. Kostenlose Tools wie Screaming Frog (bis 500 URLs kostenlos) crawlen Ihre Website und finden alle kaputten Links. ### 6. Duplicate Content prüfen Wenn mehrere Seiten denselben oder sehr ähnlichen Inhalt haben, weiß Google nicht, welche Seite es ranken soll – und rankt im Zweifel keine davon gut. Typische Probleme: www vs. non-www, HTTP vs. HTTPS, URL-Parameter. **Lösung:** Canonical-Tags setzen (dem Browser mitteilen, welche Version die "echte" ist) und 301-Weiterleitungen einrichten. ### 7. Strukturierte Daten (Schema.org) prüfen Strukturierte Daten helfen Google, Ihre Inhalte besser zu verstehen. Für lokale Unternehmen ist LocalBusiness-Markup besonders wichtig. Der Google Rich Results Test (search.google.com/test/rich-results) prüft, ob Ihre strukturierten Daten korrekt implementiert sind. ### 8. Sitemap einreichen Eine XML-Sitemap ist eine Liste aller Seiten Ihrer Website – ein Wegweiser für Google. Reichen Sie Ihre Sitemap in der Google Search Console ein. WordPress-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math erstellen automatisch eine Sitemap. ### 9. Robots.txt überprüfen Die Datei robots.txt sagt Google, welche Seiten es crawlen darf und welche nicht. Ein Fehler hier kann dazu führen, dass wichtige Seiten gar nicht indexiert werden. Prüfen Sie unter yourwebsite.de/robots.txt, ob die Datei existiert und sinnvoll ist. ## Kostenlose Tools für Ihren Audit - **Google Search Console:** Unverzichtbar, kostenlos - **Google PageSpeed Insights:** Ladezeiten, kostenlos - **Mobile-Friendly Test:** Mobile-Optimierung, kostenlos - **Screaming Frog:** Vollständiger Site-Crawler, kostenlos bis 500 URLs - **Ahrefs Webmaster Tools:** Backlink-Analyse und technische Probleme, kostenlos in der Basisversion ## Fazit Ein technisches SEO-Audit muss kein teueres Beratungspaket sein. Mit kostenlosen Tools und diesem Leitfaden können Sie die wichtigsten Schwachstellen selbst aufdecken. Die Umsetzung der Korrekturen erfordert dann je nach Problem technisches Know-how – hier lohnt sich professionelle Unterstützung.
Tags:Website AuditTechnisches SEOSEO AnalyseGoogle Search ConsolePageSpeed

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